Die Gründung
Wie aus einer Idee eine Faschingstradition wurde
Die Geschichte der Faschingsgilde Althofen ist eine Geschichte voller Begeisterung, Zusammenhalt, Kreativität und ehrenamtlichem Engagement. Was mit der Idee begann, den Fasching in Althofen auf die Bühne zu bringen, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens unserer Stadt.
Die Anfänge des Althofener Faschings
Den Grundstein legte Waldemar Thalmann mit seiner Initiative, Faschingssitzungen in Althofen zu veranstalten. Gemeinsam mit der Faschingsgilde St. Veit an der Glan und engagierten Akteuren aus Althofen wurden über neun Jahre hinweg Faschingsveranstaltungen organisiert und aufgeführt.
Der Wunsch nach einer eigenständigen Faschingsgilde wurde schließlich immer größer. Im Jahr 1993 gab Reinhard Ebner den entscheidenden Anstoß zur Gründung eines eigenen Vereins.
Nicht alle waren von Beginn an überzeugt. Eine selbstständige Faschingsgilde bedeutete schließlich viel Arbeit, organisatorische Verantwortung und erhebliche finanzielle Herausforderungen. Doch die Begeisterung für den Fasching und der Wille, etwas Eigenes zu schaffen, setzten sich durch.
1993 – Die Faschingsgilde Althofen entsteht
Mit Unterstützung zahlreicher engagierter Althofenerinnen und Althofener wurde 1993 die Faschingsgilde Althofen gegründet. Eine wesentliche Rolle spielten dabei ehemalige Akteure sowie unter anderem die Familien Tilly, Freidl, Lagler, Kugi und Kloiber.
Innerhalb kürzester Zeit wurde eine Gründungsversammlung organisiert und die Vorbereitung der ersten eigenen Faschingssitzungen aufgenommen.
Am 11. November 1993 zog die junge Faschingsgilde durch Althofen, verkündete den Beginn einer neuen Faschingsära und warb bei heimischen Unternehmen, Geschäften und Gaststätten um Unterstützung.
Die Resonanz war überwältigend: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe unterstützten den neuen Verein mit Spenden, Sachleistungen und persönlichem Einsatz. Kostüme und Dekorationen entstanden vielfach in Eigenregie. Auch die Stadtgemeinde Althofen leistete wichtige Unterstützung.
1994 – Die ersten eigenen Faschingssitzungen
Bereits im Jänner 1994 war es so weit: Die Faschingsgilde Althofen präsentierte ihre ersten drei eigenen Faschingssitzungen.
Reinhard Ebner übernahm als erster Präsident die Führung und Organisation der Gilde. Ewald Trapitsch konnte als Statthalter gewonnen werden. Gemeinsam mit einem engagierten Senat, zahlreichen Akteuren, Musikern und freiwilligen Helfern wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.
Die Premiere wurde zu einem großen Erfolg. Bereits im darauffolgenden Jahr konnte die Anzahl der Sitzungen auf vier erhöht werden.
Auch über die Bezirksgrenzen hinaus machte die junge Faschingsgilde auf sich aufmerksam. Kontakte zu Rundfunk und Fernsehen sowie die Mitgliedschaft in den Faschingsverbänden trugen dazu bei, den Althofener Fasching einem größeren Publikum bekannt zu machen.
Wachstum, neue Ideen und große Erfolge
Im Jahr 1996 übernahm Ing. Hans Tilly die Präsidentschaft.
In den folgenden Jahren entwickelte sich die Faschingsgilde kontinuierlich weiter. Neue musikalische und technische Konzepte, eine engagierte Regie sowie abwechslungsreiche Programme sorgten dafür, dass die Veranstaltungen immer professioneller wurden.
Einen wichtigen Beitrag leisteten dabei unter anderem die HELicopters sowie Robert Mayler, Michi Götzhaber und Udo Dörflinger.
Mit zunehmender Bekanntheit kamen immer mehr Besucherinnen und Besucher aus anderen Regionen Kärntens, aus ganz Österreich und auch aus dem benachbarten Ausland nach Althofen.
Das Programm entwickelte sich entsprechend weiter: Neben lokalen Themen gewannen allgemein verständlicher Humor, Musik, Tanz, Kabarett und abwechslungsreiche Bühnennummern an Bedeutung.
Auch unter den nachfolgenden Präsidenten Komm.-Rat Helmut Terkl, Klaus Kloiber und Bernhard Seidl sowie der Präsidentin Jacqueline Zeißler wurde die Geschichte der Faschingsgilde Althofen fortgeschrieben.
Eine Tradition, die Generationen verbindet
Im Jahr 2018 konnte die Faschingsgilde bereits auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken. 2023 wurde das 30-jährige Bestehen gefeiert.
Die Faschingsgilde ist jedoch weit mehr als eine Veranstaltung auf der Bühne. Sie lebt vom Einsatz zahlreicher Menschen, die Jahr für Jahr ihre Freizeit, ihre Kreativität und ihre Begeisterung einbringen.
Ob Akteure, Garde, Nachwuchsgarde, Musiker, Regie, Technik, Organisation oder die vielen helfenden Hände hinter den Kulissen – sie alle tragen dazu bei, dass der Althofener Fasching lebendig bleibt.
Besonders die Nachwuchsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Sie ermöglicht jungen Menschen, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln, Gemeinschaft zu erleben und die Faschingstradition an die nächste Generation weiterzutragen.
Mit Tradition in die Zukunft
Seit 2023 steht Carsten Passiel als Präsident an der Spitze der Faschingsgilde Althofen, unterstützt von Vizepräsident Bernd Hensel und einem engagierten Vorstand.
Gemeinsam mit den Mitgliedern, Akteuren und zahlreichen Unterstützern wird die erfolgreiche Geschichte der Gilde weitergeschrieben.
Dabei bleibt der Grundgedanke derselbe wie bei der Gründung im Jahr 1993: Menschen zusammenzubringen, Freude zu schenken, den Alltag für einige Stunden vergessen zu lassen und den Fasching als lebendigen Teil unserer Stadt zu bewahren.
Ein besonderer Dank gilt allen ehemaligen und aktiven Mitgliedern, den Gründern und früheren Funktionären, der Stadtgemeinde Althofen, den Sponsoren und Förderern sowie unserem treuen Publikum.
Denn der Althofener Fasching lebt von den Menschen, die ihn mit Herz und Begeisterung gestalten.
ÄHA – SCHAU SCHAU!
